WILLKOMMEN BEIM VDF

Der Verband der deutschen Fass- und Industrieverpackungsrekonditionierung e.V.
ist der Branchenverband der Rekonditionierindustrie.

Die Aufgabe des VDF ist es, die Branche der Rekonditionierer im Austausch mit Politik, Behörden, Institutionen und Partnern zu vertreten. Wir unterstützen unsere Mitglieder dabei, ihre Rolle als Teil der Verpackungs-Kreislauf-Wirtschaft optimal zu erfüllen und im Sinne eines verantwortlichen, nachhaltigen Wirtschaftens zu agieren.

Neben der repräsentativen Tätigkeit des VDF in der politischen Diskussion und der Normung in verschiedenen Ausschüssen und Gremien, stehen wir natürlich auch jederzeit für Presseanfragen zur Verfügung.

VDF: Wir halten die Kreislaufwirtschaft in Schwung

Wir sind kleine und mittelständische Unternehmen, häufig Familienbetriebe, die ihren Kunden einen umfassenden Service anbieten: leere Industrieverpackungen wie Stahl- und Kunststoff-Fässer sowie Kombinationsverpackungen/IBCs werden abgeholt, gereinigt und rekonditioniert – und dann zur erneuten Verwendung zur Verfügung gestellt. Die Wiederverwendung schont wertvolle Ressourcen, vermeidet Abfall und spart bares Geld – ist also gut für Umwelt und Geldbeutel.

Rekonditionierung: das ressourcenschonende Prinzip

Da rekonditionierte Verpackungen kein Abfall sind, entlasten wir die Abfallbilanz unserer Kunden und lösen zugleich die damit verbundenen logistischen Herausforderungen. So erfüllen wir die Auflagen der Verpackungsverordnung und des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Alle VDF-Mitglieder sind nach BAM GGR-001 zertifiziert und dürfen somit auch rekonditionierte Gefahrgutverpackungen zur Wiederbefüllung anbieten.

Recycling dagegen ist als stoffliches Verwertungsverfahren anzusehen. Aus Abfällen werden neue Produkte hergestellt, die nicht zwangsläufig für den ursprünglichen Zweck eingesetzt werden. Damit unterscheidet sich das Recycling von der Vorbereitung zur Wiederverwendung (Rekonditionierung) grundlegend.

Umfangreiches Leistungsspektrum

Die Leistungen des VDF Mitgliedsunternehmen sind vielfältig. Sowohl die Rücknahme als auch die Entsorgung von Behältnissen, als auch die Lohnbearbeitung dieser gehört zum Repertoire der Mitglieder des VDF.

Folgende Behältnisse werden von unseren Mitgliedsunternehmen zurückgenommen und auch falls nötig entsorgt werden: 

  • Stahlfässern
  • Kombinationsverpackungen
  • Kunststofffässern
Darüber hinaus ist die Lohnbearbeitung bei folgenden Behältern möglich:
  • Stahlfässern
  • Kunststofffässern
  • Container

Die Mitglieds-Unternehmen unterliegen der Fertigungsüberwachung gemäß den Regularien des Gefahrguttransportrechtes (der BAM GGR001 ff.); damit ist auch die Wiederbefüllung von rekonditionierten Gefahrgutverpackungen uneingeschränkt zulässig.

Die Unternehmen der Branche erfüllen im Rahmen der Verpackungsrücknahme auf der Grundlage des Kreislaufwirtschaftsgesetzes bzw. Verpackungsverordnung eine systemrelevante Funktion.

Rücknahmebedingungen des VDF

Allgemeine Voraussetzungen für die Rücknahme von Industrieverpackungen:

  1. Die Industrieverpackungen dürfen sich nicht in einem Zustand befinden, der eine Rekonditionierung ausschließt oder nur unter unverhältnismäßigem Aufwand ermöglicht. Grundsätzlich dürfen die Industrieverpackungen keine gravierenden Deformationen oder Beschädigungen aufweisen, damit sie nach ihrer Rekonditionierung einer Wiederverwendung zugeführt werden können.
  2. Die Industrieverpackungen müssen nach dem Stand der Technik restentleert sein, d.h. tropffrei, spachtelrein und/oder rieselfrei -. Der Transport nach dem Gefahrgutrecht als „Leere Verpackung“ unter „freigestellte Mengen nach Kap. 1.1.3.6, ADR“ ist ansonsten ausgeschlossen. Sofern das Füllgut es erfordert (z.B. toxisch, stark riechend), muss die Verpackung chemisch neutralisiert bzw. vorbehandelt (produktfrei/geruchsfrei) sein.
    Auf Verlangen sind Sicherheitsdatenblätter des letzten Füllguts zur Verfügung zu stellen.
  3. Die Industrieverpackungen müssen nach ihrer Entleerung oder Vorbehandlung wieder fülldicht verschlossen sein. Spundbehälter sind liegend, Deckelbehälter stehend zu lagern; beim Transport sind alle Fässer stehend und mit der Öffnung nach oben zu lagern.
  4. Die Kennzeichnungen der verkehrsrechtlichen Zulassungen (UN-Markierungen) müssen vorhanden sein. Die Bezettelung (Produkt-Label) hat dem letzten Füllgut zu entsprechen und darf nicht entfernt sein. Befüllungen mit Fremdstoffen sind nicht statthaft. Die Industrieverpackungen müssen an gut sichtbarer Stelle einen witterungsbeständigen Hinweis auf die Identität des Auftraggebers enthalten. Vorgespülte oder neutralisierte Gebinde sind als solche zu kennzeichnen.
  5. Industrieverpackungen, die die vorstehend genannten Voraussetzungen nicht erfüllen, oder nicht rekonditionierbar sind,  können, sofern nicht anders vereinbart, zurückgewiesen werden, oder werden gegen Erstattung der im Einzelfall vorab zu vereinbarenden Transport-, Reststoff-, Entsorgungs-, Behandlungs- sowie stofflichen Verwertungskosten entgegengenommen.
  6. Der Abgeber bestätigt die Einhaltung der Bedingungen vor Erstabgabe in einer Verantwortlichen Erklärung.